Tierarzt Notdienst:
0211 - 322 777 0
Tierärztliche Klinik für KleintiereAdlerstraße 6340211 Düsseldorfmail(at)lesia.deTelefon
0211 322 777 0
Fax Buchhaltung
0211 322 777 20
Fax für medizinische Anfragen
0211 322 777 77
Sprechzeiten:
Mo. - Fr. 07 - 21 Uhr
Sa. 09 - 14 Uhr
Notdienst: Alle übrigen Zeiten
Wir bitten um telefonische Terminabsprache.
Mitglied im Deutschen Tierschutzbund
Mitglied in der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschafft
Als Feliner Diabetes mellitus wird die Zuckerkrankheit der Hauskatzen bezeichnet. Sowohl diagnostisch als auch therapeutisch handelt es sich hier um eine schwerwiegende Erkrankung, die sich in einigen wesentlichen Grundzügen von der Zuckerkrankheit des Menschen, des Hundes oder anderer Tiere unterscheidet.
Ein Diabetes mellitus entsteht, wenn die Wirkung des Bauchspeicheldrüsenhormons Insulin auf die Körperzellen nachlässt. Die Zellen sind dann nur noch unzureichend in der Lage, Zuckermoleküle aufzunehmen und dem zelleigenen Stoffwechsel zuzuführen. Infolge dessen tritt ein Energiemangel auf, welcher die körpereigenen Regulationsmechanismen zur Erhöhung des Blutzuckerspiegels anregt. Der hohe Blutzuckerspiegel führt zu einem Übertritt der Zuckermoleküle in den Harn, infolge ihrer osmotischen Aktivität führt dies zu einem Wasserverlust im Organismus. Diese Mechanismen sind die Ursache für die Ausbildung der folgenden Leitsymptome: vermehrter Durst (Polydipsie), vermehrter Harnabsatz (Polyurie), Abmagerung trotz vermehrter Nahrungsaufnahme (Polyphagie). Der Muskeltonus kann nachlassen und eine Nervenerkrankung bedingt eine Durchtrittigkeit der Hintergliedmaßen (plantigrades Gangbild). Häufig besteht bei diabetischen Katzen ein Harnwegsinfekt, der auch subklinisch verlaufen kann. Die Krankheit entwickelt sich bevorzugt bei Tieren mittleren Alters, wobei kastrierte Kater am häufigsten betroffen sind.
Bei Hauskatzen treten zwei Arten des Diabetes mellitus (DM) auf. Die weitaus häufigste Form ist der Typ-2-DM, bei welchem es in der Bauchspeicheldrüse zu einer verminderten Insulinproduktion kommt, gleichzeitig die Körperzellen jedoch eine erhöhte Insulinresistenz aufweisen. Seltener tritt ein Typ-1-DM auf; hierbei werden die insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse zerstört. Klinisch sind beide Arten nicht voneinander abgrenzbar.
Die korrekte Messung des Blutzuckerspiegels gestaltet sich bei Katzen verhältnismäßig schwierig, da sie auf Manipulationen (z. B. Fixierung zur Blutabnahme) leicht mit einem stressbedingten Anstieg des Blutzuckers reagieren. Die Diagnose eines Diabetes mellitus kann hier mit zufriedenstellender Sicherheit nur anhand des Fructosamin-Spiegels gestellt werden.
Die Behandlung des Katzendiabetes erfolgt durch die zweimal tägliche Injektion von Insulinpräparaten. Wichtig ist hierbei die korrekte Einstellung auf das Präparat, also in welcher Menge das Insulin verabreicht wird. Aufgrund der o.g. Neigung zur Stresshyperglykämie der Katze, führt die Entnahme venösen Blutes meist zu keinen verwertbaren Ergebnissen. Als Ausweg wird der Einsatz von Blutzuckermessgeräten aus der Humanmedizin gesehen, mit welchen die Tierbesitzer anhand der Entnahme von Kapillarblut aus den Ohren des Tieres Tagesprofile erstellen können.
Katzen mit gut eingestelltem Diabetes können noch jahrelang mit gleich bleibender Lebensqualität gut leben. Die Folgekrankheiten spielen aufgrund der geringeren Lebenserwartung im Vergleich zum Menschen eine untergeordnete Rolle, häufig kommt es aber durch die zum Teil monatelange Einstellungsphase zu Nierenproblemen wie chronische Niereninsuffizienz. Eine vollständige Remission ist beim Typ-2-DM möglich, die andauernd oder auch nur kurzzeitig auftreten kann.
« Degenerative Myelopathien der Hunde Diskoider Lupus Erythematodes »