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Der Analbeutel (Sinus paranalis) ist eine Sonderform der Analdrüsen bei Raubtieren und kommt unter anderem bei Hunden und Katzen vor. Es handelt sich um einen beidseits, im unteren seitlichen Bereich des Anus, gelegenen Drüsensammelraum. Er hat beim Haushund einen Durchmesser von 10-15 mm, bei der Hauskatze von 6-8 mm. Beim Hund besteht in Abhängigkeit von der Körpergröße eine große Variabilität.
Der Ausführungsgang der Analbeutel mündet in einer sichtbaren Öffnung in der Hautzone des Anus. In den Analbeuteln sammelt sich das Drüsensekret. Die Entleerung erfolgt über die glatte Muskulatur der Analbeutelwand und die Kontraktion des äußeren Afterschließmuskels bei der Kotabgabe. Das Sekret verleiht dem Kot eine individuelle Duftnote.
Es kann zur Entzündung der Analbeutel und zur Verstopfung der Ausführungsgänge kommen. Durch Rutschen auf dem Hinterteil, sogenanntes „Schlittenfahren“, versuchen betroffene Tiere die Analbeutel dennoch zu entleeren. Das manuelle Ausdrücken und gegebenenfalls eine Spülung und Applikation von Medikamenten sind häufige Routinearbeiten des Tierarztes.
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