Henrike Gregersen
Das Interesse für Tiere wurde bei Henrike Gregersen schon früh geweckt – in einem kleinen Dorf im Norden Schleswig-Holsteins aufgewachsen versorgte sie schon als Kind begeistert geschwächte, verwaiste oder verletzte Wild- und Haustiere.
Von 2002 bis 2008 studierte sie Tiermedizin in Hannover. Während und nach dem Studium führten Praktika, Hospitanzen und Forschungsaufenthalte Frau Gregersen von einer Kleintierpraxis bei Hamburg über einen Safaripark, ein Nashornprojekt in Namibia, ein Lemurenprojekt auf Madagaskar und den Zoo Münster in eine Rostocker Kleintierklinik. In Indonesien sammelte sie auf Sumatra Erfahrungen in der Elefantenmedizin, auf Sulawesi sorgte sie in einer unabhängigen Auffangstation für die medizinische Betreuung aus illegalem Wildhandel beschlagnahmter Affen und anderer Wildtiere
Von Mitte 2008 bis Ende 2010 arbeitete sie als Assistenztierärztin im Stuttgarter Zoo Wilhelma. „Kenntnisse über Besonderheiten, Bedürfnisse und Verhalten einer Tierart sowie genaues Beobachten sind zentrales diagnostisches Handwerk bei jedem Patienten.“, erläutert Gregersen.
Henrike Gregersen vertritt seit mehreren Jahren die Studenten und Doktoranden in der Europäischen Gesellschaft für Zoo- und Wildtiermedizin. Sie nimmt regelmäßig an Tagungen und Fortbildungen im Bereich der Exotenmedizin teil. In ihrer Promotionsarbeit untersuchte sie „Hantavirusinfektionen in Primatenhaltungen“. Die aufwändige Laborarbeit führte zu mehreren Aufenthalten im Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger am Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit auf der Insel Riems.
Neben Hund und Katze sowie kleinen Heimtieren sind bei Frau Gregersen auch seltene Patienten gerne gesehen So haben auch Vögel, Reptilien, Primaten, Großkatzen oder heimische Wildtiere bei LESIA eine Ansprechpartnerin.
„Die Mensch-Tier-Bindung ist immer wieder faszinierend. Auch deshalb sind die Auskünfte der Patientenbesitzer unverzichtbarer Bestandteil unserer Arbeit."
